Tuesday, 16. december 2008
2
16
/12
/Dez.
/2008
20:05
"Asche auf mein Haupt", so war der Betreff in der heutigen eMail eines Verflossenen. Naja so richtig verflossen
kann man ihn nicht nennen, denn so richtig zusammen waren wir seiner Ansicht nicht. Gut, vielleicht hatte er damit auch Recht, denn es war (k)eine Fernbeziehung Hamburg-Berlin und wir trafen uns
nur an den Wochenenden über einen Zeitraum von 7 Monaten. Wie das wohl so ist dachte der weibliche Teil der Beziehung (also ich) es sei eine Beziehung, wenn es noch keine ist, wird es sicherlich
eine werden (man muss nur feste dran glauben) und der männliche Part (also er) "Nee... das passt nicht und da wir ja nicht zusammen sind, kann man es ja schnell beenden" So war es dann auch, er
half noch brav beim Umzug, aber ich hatte das Gefühl als hinge mir Maul und Klauenseuche an, weil er ungewöhnlich auf Abstand ging. Der Sonntag des Wochenendes kam und er sagte nur "Hey, war nett
mit dir, schöne neue Wohnung, viel Glück hier und wir sollten es lieber sein lassen. Bis dann mal"
Ja gut, darüber will ich auch nicht jammer, is ja nun schon 2,5 Jahre her.
Obligatorisch kam dann zu Weihnachten, zum Geburtstag eine eMail. Letztes Jahr Weihnachten sogar ein Päckchen (die Nichttrennung von der Nichtbeziehung ist nun schon 2,5 Jahre her!!!) und ab und an
mal eine eMail.
Heute also wieder eine mit dem besagten Titel und der Herr hat zur Zeit keine Freundin und da ich auch Single sei und es im Bett bei uns ja so hervorragend geklappt hat (ja hat es?), könnte er sich
doch total gut vorstellen, dass wir uns deswegen ab und zu mal wieder treffen könnten. Natürlich nicht, um eine Beziehung anzustreben, das hatten wir ja schon mal (ich dachte, wir hatten eh keine!?
Was denn nun?)
Ich musste heute kurz überlegen, aber nur ganz kurz um festzustellen, dass die Asche gerne auf seinem Haupt bleiben kann, was auch immer sie dort tut und wie imme sie dorthin gekommen ist.... Leute
mit Asche auf dem Kopp mag ich nicht im Bett haben. Das kratzt nur unnötig! :-)
von ursaminor
-
1
Wednesday, 10. december 2008
3
10
/12
/Dez.
/2008
00:45
Toll, es ist Dezember und in Hamburg ist wirklich überall ein Weihnachtsmarkt zu finden. Und die Idee, einen dieser
vielen Weihnachtsmärkte mal zu besuchen ist ja auch wirklich toll, wie ich finde. Also, Freunde antelefoniert und Treffpunkt vereinbart. Halb acht bis acht an der U Bahn Station.
es fing schon damit an, dass wir um acht noch immer zuhause waren: die Haare saßen nicht, das Make up war nicht perfekt, die Klamotten passten nicht zusammen. Ha, das denkt Ihr jetzt bestimmt!!!
Aber, hey, wir wollten auf den Weihnachtsmarkt: dicke Pullis an, Mütze auf den Kopp und los geht! Nix mit stylen und Make up in Perfektion.....
Wir sind also im Schneeregen zu Fuß losgewackelt zur nächsten (auch nicht richtig, zur etwas weiter entfernten U Bahn Station - wegen Patrick, den wir da treffen wollten) U Bahn. Kalt wars und nass
obendrein, aber für Glühwein haben wir die Zähne zusammengebissen.
An der Ubahn trafen wir dann eher zufällig auf Patrick, dessen Handy seit Ewigkeiten besetzt war.Wir nötigten ihn dann doch noch mitzukommen und so setzten wir uns gegen 20 nach acht in die
Bahn. An unserem Umsteigebahnhof haben wir es nicht gepeilt und sind einfach sitzen geblieben, sodass wir eine kleine Stadtrundfahrt mit der U Bahn vollzogen haben und gegen viertel vor neun
beim Weihnachtsmarkt waren.
Und was soll ich euch sagen: so ein normaler Weihnachtsmarkt endet in der Woche um neun Uhr. NEUN UHR, 21:Uhr sozusagen. Alle kleinen Buden haben nahezu synchron und parallel die
Luken dicht gemacht und wir standen auf einem sicherlich sehr schönen Weihnachtsmarkt.
Schnell noch einen Glühwein runtergekippt und dann zum nächsten Italiener, um was Handfestes in den Magen zu bekommen.
Das war mal ein Weihnachtsmarktbummel der anderen Art!
ich wünsche euch alllen besinnliche Adventstage und falls wir uns nicht mehr lesen einen guten Rutsch ins Jahr 2009
von ursaminor
-
2
Monday, 8. december 2008
1
08
/12
/Dez.
/2008
12:36
Also wenn ihr mal eine Auszeit vom stinknormalen Alltag braucht, keine Zeit und kein Geld für Urlaub habt, dann empfehle
ich einen Ausflug zur Zulassungsstelle.
Dort hat man, kaum dass man die Zulassungsstelle betreten hat, urplötzlich das Gefühl von Urlaub: kaum einer spricht wirklich Deutsch (von den Mitarbeitern dort mal abgesehen) und das schon weckt
das Urlaubsgefühl.
Du stellst dich also am besten beim Exportschalter an, schaust ein wenig ahnungslos und schon gehts los "Weisst du, kann isch helfen? Brauchstu Versischerungskarte, welsche Preis für Auto? Hatsu
mehr Auto? Kauf isch, mache gute Preis"
Zudem hab ich die Erfahrung gesammelt: die Zulassungsstelle ist keine Wechselstube. Und 200,-€ Scheine sind in Deutschland kein offzielles Zahlunsgmittel. An 2 Kassen wurde ich mit meinem
Schein abgewimmelt und konnte, obwohl ich ausnamsweise mal zahlungswillig war, die besch.... Behörengebühren nicht bezahlen. Das bekam Mr. Turban-um-den-Kopf mit und fragte, ob er meinen Schein
wechseln solle. "Aber, ist der auch echt?" Hmm.. innerlich musste ich ja grinsen (natürlich war er echt!), bejahte seine Frage ganz ernst, nahm seine Scheine in Empfang und stellte die
Gegenfrage "Sind die auch echt?" Kleiner Turbanmann ist fasst im Quadrat gesprungen, wieso ich ihm denn nicht trauen würde... Tja, manche Fragen erzeugen eben Gegenfragen!!!!
Also raus aus dem Alltag und rein in die Zulassungsstelle!!!!!
von ursaminor
-
0
Monday, 8. december 2008
1
08
/12
/Dez.
/2008
00:14
Dem Wahnsinn des Alltags muss man eigentlich nur ganz neutral ansehen und so tun, als wäre es das erste Mal und völlig
überraschend, dass sich immer wiederholende alltägliche Dinge reproduzieren. Dies langweilt uns nervt uns, weil man es ganz routiniert täglich ausführt. Aber wenn man hin und wieder eine
Kleinigkeit ändert, nicht immer zuerst den linken Socken anzieht und dann den rechten, sondern ganz mutig zuerst den rechten und dann den linken, sich einfach mal selbst von außen betrachtet, dann
ist der stinknormale Alltag plötzlich ein anderr. Lachen über Kleinigkeiten; Kleinigkeiten, die uns ärgern einfach mal ignorieren und Kleinigkeiten genießen lernen!
Mein stinknormaler Alltag ist eigentlich gar nicht stinknormal: als Frau im Autogeschäft stehe ich täglich vor neuen Herausforderungen. Entweder will man mit mir nicht verhandeln, weil die Herren
mit Migrationshintergrund nicht mit Frauen Geschäfte tätigen wollen, oder weil eine Frau sicherlich keine Ahnung hat und so stehe ich gelassen jedem Tag gegenüber, erwarte das was auf mich zukommt
und wachse täglich mit neuen Herausforderungen.
Mein Alltag heisst jetzt auch Mitinhaber einer kleinen Firma mit umwerfender Geschäftsidee zu sein (Business as usual), 70 Stunden Wochenarbeitszeit und immer noch rumjammern, wenn sonntags das
Geschäft geschlosssen ist!
von ursaminor
-
0
Saturday, 6. december 2008
6
06
/12
/Dez.
/2008
20:34
Natürlich gibt es auch für Woks Deckel, aber es ist eben schwierig, wenn man den Deckel erstmal verloren hat, einen
adäquaten Ersatz zu finden. Viele Deckel sind nämlich schon für andere Töpfe oder Pfannen verbindlich reserviert und wenn in beiden Gefäßen gekocht wird, dann passt der Deckel eben immer nur
zeitweise auf den einen oder auf den anderen. Manchmal ist es dann wohl auch besser, den Deckel wieder zu seinem Ursprungstopf zurückgehen zu lassen, bevor es im anderen Topf überkocht.
Was soll das Gequatsche von den Deckeln, sind wir hier in einem Koch Blog?
Mein Leihdeckel, den ich seit geraumer Zeit in Anspruch nehme passt nur leider nicht so ganz auf meinen Wok, will auch nicht ganz passen und das ist schade eigentlich.
Dieses Wochenende bin ich nämlich wieder gar Deckellos, dabei waren wir letzte Woche bei einer netten Party 2 Stunden von hier entfernt und natürlich mit Übernachtung und zwar beim besten Freundes
meines Deckels...
Hier fragt sich der geübte Leser natürlich, wieso durfte denn der Topf nicht mit zur Party? Ja, weil der Topf gar kein Topf ist, sondern eine dämliche Bratpfanne. Vielleicht ist das der Grund, man
weiss es nicht. Vielleicht auch, weil die beiden seit 7 Jahren zusammen kochen als Topf und Deckel und eigentlich keiner so richtig weiss, dass es die dämliche Bratpfanne überhaupt gibt (und mal im
Vertrauen: das kann ich ganz gut verstehen)
Nichts desto trotz: ich hab keine Chance bei ihm. Wir sind "die besten Freunde", und wir werden niemals zusammen kommen. Blöd nur, dass ich ihn wirklich liebe. Seit zwei Jahren.
Ja, Ihr fragt euch sicherlich: und wieso läuft da denn noch was zwischen euch? Das frage ich mich auch. Jeden Tag. Immer wieder. Weil mein Kopf sagt, dass es falsch ist, weil mein Bauch sagt, dass
es falsch ist und weil der Bauch sich mit dem Herzen gegen meinen Kopf und den anderen Bauch (wieviel Bäuche gibts?) verbündet hat und in den falschen Momenten sagt, dass es doch richtig ist. So
auch letztes Wochenende. Die Einladung zur Party kam recht spontan. "Pack was zum Schlafen und eine Zahnbürste ein, wir fahren nach Köln!" Alles klar, im nullkommanix war ich abfahrbereit, wir
hatten ein wundervolles Wochenende. Die Freunde dort haben sich zwar etwas gewundert, ich wurde kurz als Arbeitskollegin und gute Freundin vorgestellt und nachts haben wir dann ausprobiert, ob der
Deckel noch auf den Wok passt und mussten feststellen in der Beziehung passt er perfekt.
Doch dann kam der Heimweg und wie soll es anders sein: ich wurde wiedermal 2 Straßen vor dem Ankunfstort abgesetzt und musste Heim laufen, falls die Bratpfanne wiedermal (notorischer Kontrollzwang
- vielleicht ja zurecht, aber Doofheit und zunehmende Faulheit muss einfach bestraft werden) Ich hab mich geärgert, dass der Schnee unter meinen Füßen weggeschmolzen ist, dass ich das Theater
überhaupt mitmache.
Und wieso tue ich das? Wenn ich heute hier sitze und tippe, weiss ich es selbst nicht genau. Denn eigentlich wünsche ich mir nicht den schnellen Sex (ist doch kein jugendfreier Blog hier, oder?)
sondern ganz schlicht und einfach einen Deckel, der zu mir passt. Der gegen mich beim Kartfahren antritt, der verrückte Straßenrennen fährt, der heimlich aus dem Nachbarsgarten Äpfel stiebitzt,
spontan nachts in den See springt (o.k., vielleicht nicht gerade jetzt in dieser Jahreszeit), der nachts um drei mit mir ins Fitness Studio geht und auch gemütlich auf dem Sofa liegt und Tatort
guckt (ich hab extra nicht Marienhof geschrieben!)
Aber mein Deckelchen, an dem ich nun schon geschlagene 2 Jahre hänge, mal mehr mal weniger wird nie mit mir zusammen sein wollen. So klar wird mir das erst heute, Samstagabend am Nikolausitag um 10
vor neun. Na herrlich. Und was tun mit dem angefangenen Abend?
Sektflasche her, bei den Nachbarn klingeln und die Korken knallen lassen, und den Wok mit Sekt füllen. Das geht auch ohne Deckel und wer weiß... vielleicht benötigt der Wok gar keinen Deckel. Geht
doch alles auch ohne dank Beate Uhse! :-) Und diese Gefühlsduselei krieg ich auch noch in den Griff.
Bis demnächst auf diesem Kanal....
von ursaminor
-
0